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Agnitum veröffentlicht erste gründliche Analyse der Microsoft OneCare-Firewall

Firewall-Spezialist ist besorgt über das Test-Ergebnis: Das Schutzlevel der Microsoft-Firewall liegt weit unter den branchenüblichen Standards

St. Petersburg, Russland, den 28. Juni 2006 – Agnitum, Hersteller von spezialisierten Sicherheitslösungen für Privatanwender und Unternehmen, hat eine gründliche Analyse der neuen OneCare-Firewall von Microsoft, Bestandteil von Microsofts "Live"-Sicherheitsinitiative, durchgeführt. Das Resultat ist erschreckend: Das von der Microsoft-Firewall erreichte Sicherheitslevel liegt so weit unter den branchenüblichen Standards, dass Agnitum sich verpflichtet fühlt, die Ergebnisse der Analyse der Öffentlichkeit mitzuteilen.

Die komplette Analyse kann unter http://www.agnitum.de/news/securityinsight/june2006issue.php eingesehen werden.

Hauptkritikpunkte des Berichts sind unter anderem:

  • Die OneCare-Firewall bestand nur die einfachsten Leak-Tests und bietet nicht einmal die grundlegendsten Fähigkeiten zum Schutz vor unerlaubten Eindringversuchen: Die entsprechenden Anwender-PCs können leicht z.B. von einem Botnet übernommen werden.

  • Die OneCare-Firewall hat nur eine sehr kleine Datenbank an vorab erlaubten Anwendungen - das Hinzufügen neuer Anwendungen erfordert mehrere Schritte und einen Neustart.

  • Die Zugriffsregeln für Anwendungen beschränken sich auf "erlaubt" und "nicht erlaubt" - die Anwender können keine unterschiedlichen Regeln für unterschiedliche Anwendungstypen oder –zeiten konfigurieren, wie zum Beispiel das Zulassen von IE-Verbindungen mit einigen, aber nicht mit allen Webseiten.

  • Ähnliche Einschränkungen treffen auf den Netzwerk-Dateizugriff und den Remote-Desktop-Betrieb zu.

  • Die Anti-Spyware-Komponente von OneCare, der Windows Defender, führt zu erheblichen Verzögerungen bei der Programmausführung und wird nach einem anderen Zeitplan aktualisiert als andere OneCare-Komponenten.

Die Agnitum-Techniker stellten bei OneCare außerdem Kompatibilitätsprobleme fest — allerdings andere, als sie erwartet hatten. Auf dem Testrechner war auch vor der Installation der Software bereits eine Firewall (in diesem Fall Outpost Firewall Pro) in Betrieb, wie das bei den meisten Leuten der Fall wäre. OneCare forderte nicht zur Deinstallation der bereits installierten Firewall auf: Outpost Firewall Pro blieb ungehindert auf dem System. OneCare funktionierte reibungslos an der Seite von Outpost Firewall Pro – allerdings so reibungslos, dass Outpost die erste Firewall war, die das System überwachte, Fragen stellte und den Benutzer beschützte - und nicht OneCare.

"Microsoft hat versucht, eine Software für unerfahrene Anwender zu entwickeln und hat die Einstellungen und Anpassungsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Das Problem ist, dass Microsoft dabei zu weit gegangen ist. OneCare ist zu einfach. Ja, es ist tatsächlich einfach anzuwenden. Aber es bietet leider nicht viel Schutz", sagt Alexey Belkin, leitender Software-Entwickler bei Agnitum. "Der Versuch ein 'Produkt für alle' zu schaffen führt wahrscheinlich zu einem 'Produkt für niemanden'. Das Produkt selbst sieht aus, als sei es ein zwingend notwendiger Bestandteil des Betriebssystems. Das ist verwirrend für diejenigen Anwendern, die noch nicht entschieden haben, in welche Sicherheitslösung sie investieren möchten."

Sowohl Geschäftskreise weltweit als auch Firewall-Hersteller reagierten nicht nur von einem technologischen Standpunkt, sondern auch in Hinblick auf die Geschäftspraktiken von Microsoft prompt auf das Erscheinen dieses neuen Akteurs. Reaktionen auf die "räuberische Preisgestaltung" (zuerst von Sunbelt-Präsident Alex Eckelberry in seinem Blog http://sunbeltblog.blogspot.com/2006/06/microsoft-practices-predatory-pricing.html besprochen) werden laut, vor allem die, dass Microsoft ein künstlich niedriges Preisniveau setzt. Aber "billig" bedeutet nicht gleichzeitig "preiswert", wie man in der Agnitum-Analyse der OneCare-Firewall sehen kann.

"Niemand unterschätzt die möglichen Folgen von Microsofts Eintritt in den Internet-Sicherheitsmarkt, aber hier bei Agnitum sehen wir in dieser Entwicklung mehr positive als negative Auswirkungen", sagt Mikhail Penkovsky, weltweiter Vizepräsident für Verkauf und Marketing bei Agnitum. "Die Aktualisierung der Windows-Firewall in Vista ist eine klare Aussage, dass eine Personal Firewall ein absolutes Muss ist. Outpost und andere Drittanbieter-Firewalls stehen den Kunden auch spätestens dann noch zur Verfügung, wenn den Anwendern bewusst wird – was passieren wird – dass der von OneCare gebotene Schutz äußerst begrenzt ist. Unsere Schlüssel-Distributoren und Händler stimmen mit uns völlig darin überein, dass OneCare eine hübsche Oberfläche hat, dass das aber auch schon alles ist."

Die vollständige Analyse ist auf der Agnitum-Webseite unter http://www.agnitum.de/news/securityinsight/june2006issue.php zu finden.

ÜBER AGNITUM

Agnitum Ltd. wurde Anfang 1999 von Mikhail Zakhryapin und Alexei Elagin in St. Petersburg, Russland gegründet. Das Unternehmen ist auf Sicherheitslösungen für Privatanwender und Unternehmen spezialisiert.

Erste Aufmerksamkeit erregte Agnitum im März 1999 mit der Windows-Applikation "Jammer", die sich dem Schutz von Privatanwendern vor Trojanern widmete. Bereits im März 2000 folgte "Tauscan", ein leistungsfähiger Scanner zur Erkennung und Beseitigung von Trojanern. Das erfolgreiche Produkt - vom amerikanischen PC Magazin als beste Anti-Trojaner Software gekürt - wird seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und über die eigene Website als Online-Lizenz verkauft.

Im März 2002 wurde das Firmen-Flaggschiff "Outpost Firewall" als Shareware-, und Freeware-Version veröffentlicht. Die Software-Firewall überprüft jegliche Netzwerkaktivitäten und schützt vor möglichen Angriffen von Hackern, Datendieben, Denial-of-Service Attacken, Trojanern oder Spyware. Vier entscheidende Hauptkriterien definieren Outpost Firewall Pro: Sicherheit, Kontrolle, Schutz der Privatsphäre und einfache Benutzung.

Kunden- und Marktanforderungen führten bereits ein Jahr später zur Version 2 der "Outpost Firewall Pro", im April 2005 legte Agnitum mit seiner Unternehmenslösung "Outpost Office Firewall" nach: Eine Kombination aus bewährter Technologie und zentraler Verwaltbarkeit großer Firmennetzwerke.

Die Agnitum-Produkte werden direkt über die eigene Website, wie auch über verschiedene Distributionspartner vertrieben. Durch Kooperationen mit Unternehmen wie Novell, Canon-System Solutions oder Buhl Data konnte sich Agnitum frühzeitig den Zugang zum europäischen-, amerikanischen und asiatischen Markt sichern.

Agnitum besteht aus einem Team von hochgradig erfahrenen Internet-Sicherheitsspezialisten aus verschiedenen Fachgebieten, die flexibel auf die Wünsche ihrer Kunden und den steigenden Sicherheitsanforderungen reagieren. Agnitum’s grundlegende Intention ist die Schaffung eines sicheren und freundlichen Internets für alle Benutzer weltweit.

PRESSEKONTAKT
Stephanie Messer
Public Relations Manager Central Europe (Deutschland, Österreich, Schweiz)
Fon: + 49-89-23 51 68 15
Fax: + 49-721-151430400
Email: smesser@agnitum.com

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